Was ist Mnemotechnik?

Anfänge im antiken Griechenland

Mnemotechnik, auch bekannt als Mnemonik, bedeutet Gedächtniskunst. Mit dieser Technik ist es möglich, sich eine große Menge an Information zu merken und wiederzugeben. Mnemotechniken wurden bereits im antiken Griechenland verwendet, da Bücher selten und teuer waren. Es wird angenommen, dass der Mathematiker Pythagoras von Samos den Begriff „Mnemotechnik“ im 6. Jahrhundert v. Chr. schuf. Der römische Philosoph Cicero berichtete ca. 85 Jahre v. Chr. von der Technik. Nach ihm ist die „Methode von Cicero“ benannt.

Mnemotechnik heute

Moderne Mnemonik hat die theoretischen und technischen Aspekte verbessert und ermöglicht es dem Anwender, sich an komplexe und abstrakte Information zu erinnern. Mit den heutigen Techniken können Informationen im Gedächnis abgelegt werden, die früher unmöglich galten. Trotz des großen Potentials der Mnemotechnik, ist die Verbreitung vergleichsweise gering.

Weltmeisterschaft im Denken

Seit 1991 gibt es die Gedächtnissport-Weltmeisterschaft, bei der sich die weltweit besten Gedächtnissportler im Wettbewerb messen. Dort stellen sie ihre Fähigkeiten in verschieden Disziplinen unter Beweis, z.B. im Merken einer langen Kette von Zahlen, Worten oder Spielkarten. Laut einer Studie kann jeder diese Fähigkeiten entwickeln. Es ist also keine Zauberei. Das Gedächtnis muss nur auf eine bestimmte Art und Wiese trainiert werden.

Wie funktioniert unser Gedächtnis?

Unserem Gedächtnis fällt es schwer, bestimmte Informationen langfristig zu speichern. Zahlen, Worte mit abstrakter Bedeutung und Themen, die für uns von geringem Interesse sind, bleiben meist nur im Kurzzeitgedächtnis. In den genannten Fällen fehlt dem Gehirn ein emotionaler Bezug, damit es die Information besser speichern und abrufen kann. Und genau hier setzt die Mnemotechnik an.

Was erreicht man mit Mnemotechnik?

Mental-Arithmetik steigert die Leistung des Gehirns, indem es die Gehirnhälfen besser miteinander verknüpft. Unser klassisches Schulsystem fördert hauptsächlich die linke Hemisphäre. Dadurch fehlt es an Verbindungen zwischen beiden Hemisphären und bei der Verarbeitung der Prozesse im Gehirn kann nicht das volle Potential ausgeschöpft werden. Spezielles Training hilft dem Gehirn, Verbindungen zu aktivieren und führt zu einer deutlichen Leistungssteigerung.

Jedes Kind lebt Mnemotechnik

In der Regel haben Kinder ein besseres Gedächtnis als Erwachsene. Doch warum ist das so? Jedes Kind verbindet Fantasie und Realität. Neue Informationen werden mit bereits verfügbaren Erkenntnissen verglichen. Kinder verwenden zum Speichern von Information also instinktiv Techniken, die vergleichbar mit Mnemotechniken sind.

Warum sollten Kinder gefördert werden?

Bis zum Vorschulalter dominiert das Denken in Bildern. Mit zunehmenden Alter macht das Gehirn immer weniger Gebrauch von dieser Methode. Die Ursache dafür ist unter anderem natürlich bedingt, z.B. gibt es immer mehr Dinge, die man bereits gesehen hat und bereits kennt. Auch der Anteil von theoretischen Informationen, die meist über Sprache geleehrt werden, nimmt immer mehr zu. Genau in diesem Alter ist es sinnvoll, Kindern Mnemotechnik bewusst zu machen. Das Kind wird weniger Schwierigkeiten beim Lernen haben und sein Lernpotential dadurch deutlich verbessern.

Positive Auswirkungen von Mnemotechnik

Schnelle Informationsverarbeitung

Entwicklung des fotografischen Gedächtnises

Lenkung der Aufmerksamkeit

Fähigkeit zu Visualisieren

Entwicklung der geistigen Aktivität

Vergrößerung des Gedächtnis-Speichers

Wortschatz-Erweiterung

Entwicklung der Phantasie

Fähigkeiten beliebige Informationen zu speichern

Bildung von logischen Strukturen

Gesichtskreis Erweiterung

Selbstvertrauen

Mnemotechnik lernen

Möchten Sie, dass Ihr Kind von den positiven Effekten der Mnemotechnik profitiert?
Bei Memory Star Kids können Kinder im Kurs vor Ort lernen. Der Online-Kurs befindet sich in der Entwicklung und ist demnächst verfügbar.

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